Das Wort Koan steht im chinesisch – japanischen Sprachraum für „öffentlicher Aushang“. Gleichzeitig  bezeichnet es den Auszug aus einem Sutra, einer Darlegung oder die Episode aus dem Leben der Zen – Mönche und Laien.
Koans werden seit Mitte des 10. Jahrhunderts als Mittel zur Schulung und Vertiefung auf dem Weg zu sich selbst eingesetzt. Sie sind dem alltäglichen Verstand nicht zugänglich, so das ein Sprung vollzogen werden muss, um sie zu lösen.

Da ich mich seit 25 Jahren mit Koans auseinandersetze, sind sie ein wichtiger Bestandteil  meiner Kunst geworden. Sie verstecken sich auf humorige Weise in den Geschichten um Mönch Möh und hier in der Malerei finden sie einen Ausdruck, der ebenfalls jenseits der Worte und der linearen Logik liegt.
Sie sind keine Antworten, aber vielleicht Wegbegleiter und Wegweiser, die u.a. durch Irritation neue Türen öffnen.

Das eigentlich Gemeinte ist nicht beschreib- oder bemalbar.
aber ein Hauch davon findet sich vielleicht hier in diesem kleinen Werksquerschnitt*.
Es würde mich sehr freuen.

Gilbert Bender 2016

*Der Gesamtkatalog (30 Seiten) ist für 10 Euro im Atelier erhältlich und wird auf Wunsch portofrei zugesandt